BIO-GÄRTNEREI
Pilotprojekt für die Biodiversität: Appisberg setzt auf regionale Wildpflanzen
Eine Gärtnerei im Wandel – für mehr Biodiversität und berufliche Integration
Die Biogärtnerei Appisberg entwickelt sich weiter: Mit einem schweizweit wegweisenden Pilotprojekt baut sie den Bereich regionaler Wildpflanzen gezielt aus. Künftig stammen zwei Drittel des Sortiments aus regionalem Wildpflanzensaatgut aus dem Kanton Zürich – gesammelt, vermehrt und kultiviert direkt vor Ort. Damit leistet Appisberg einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der genetischen Vielfalt und zur Förderung der Biodiversität.
Warum regionales Saatgut so wichtig ist
Wildpflanzen passen sich über Jahrzehnte an die klimatischen Bedingungen und Böden ihrer Region an. Werden Pflanzen oder Saatgut aus anderen Regionen eingesetzt, können diese wertvollen lokalen Anpassungen verloren gehen. Im schlimmsten Fall wird die genetische Vielfalt geschwächt und die langfristige Entwicklung einheimischer Pflanzenbestände gefährdet. Genau hier setzt das neue Konzept der Biogärtnerei Appisberg an.
Vom Sammeln bis zur fertigen Wildpflanze
Die Grundlage bilden Samen von Wildpflanzen, die auf artenreichen Wiesen, in Wäldern und an Waldrändern im Kanton Zürich gesammelt werden – selbstverständlich mit den erforderlichen Bewilligungen und unter Berücksichtigung ökologischer Grundsätze. Aus diesen Samen entstehen zunächst Mutterpflanzen, welche die Basis für die spätere Produktion regionaler Wildstauden bilden. Die ersten Pflanzen werden ab 2027 für Gemeinden, Landschaftsarchitektur, öffentliche Räume sowie Privatgärten verfügbar sein.
Ökologischer und gesellschaftlicher Mehrwert
Das Projekt verbindet ökologische Verantwortung mit dem sozialen Auftrag des Vereins Appisberg. Während regionale Wildpflanzen Lebensräume für Insekten fördern und die Biodiversität stärken, entstehen gleichzeitig sinnvolle Arbeits- und Lernfelder für Menschen auf ihrem Weg der beruflichen Integration.
So verbindet die Biogärtnerei Appisberg Naturschutz, Regionalität und gesellschaftliche Wirkung zu einem nachhaltigen Zukunftsmodell.
Medien berichten über das Pilotprojekt
Die Bedeutung dieses innovativen Vorhabens stösst auch über die Region hinaus auf Interesse. Die Zürichsee-Zeitung hat das Projekt in einem ausführlichen Beitrag vorgestellt und zeigt auf, weshalb regionales Wildpflanzensaatgut für den Erhalt der Biodiversität von grosser Bedeutung ist.
Wir danken der Zürichsee-Zeitung sowie der Journalistin Mirjam Bättig und der Fotografin Manuela Matt-Merk für die Berichterstattung über unser Projekt.


· Pilotprojekt für regionale Wildpflanzen im Kanton Zürich
· Zwei Drittel des Sortiments stammen künftig aus regionalem Saatgut
· Förderung der Biodiversität durch genetisch angepasste Wildpflanzen
· Verbindung von Naturschutz und beruflicher Integration
· Erste Pflanzen aus eigener Vermehrung ab 2027





