ERFOLGREICHER LEHRABSCHLUSS
Prüfungen messen Wissen. Entwicklung zeigt sich im Leben.
Warum ein erfolgreicher Lehrabschluss weit mehr ist als ein bestandenes Qualifikationsverfahren.
Der Lehrabschluss gehört zu den bedeutendsten Meilensteinen im Leben eines jungen Menschen.
Mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder dem Eidgenössischen Berufsattest (EBA) endet eine intensive Ausbildungszeit und gleichzeitig beginnt ein neuer Abschnitt in der Arbeitswelt. Doch was macht einen erfolgreichen Lehrabschluss eigentlich aus? Die naheliegende Antwort lautet: das Prüfungsergebnis.
Aus unserer Sicht erzählt dieses jedoch nur einen Teil der Geschichte. Denn Prüfungen bestätigen fachliche Kompetenzen. Sie zeigen, was ein junger Mensch gelernt hat. Was sie kaum sichtbar machen, ist die Entwicklung, die während der vergangenen Jahre entstanden ist. Und genau diese entscheidet häufig darüber, ob der Übergang in den ersten Arbeitsmarkt nachhaltig gelingt.
Berufliche Entwicklung beginnt lange vor dem Lehrabschluss
Zwischen dem ersten Arbeitstag und dem erfolgreichen Lehrabschluss liegen unzählige Erfahrungen. Junge Menschen lernen nicht nur einen Beruf. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen. Mit Unsicherheit umzugehen. Im Team zusammenzuarbeiten. Rückmeldungen anzunehmen. Fehler als Teil des Lernens zu verstehen. Und Schritt für Schritt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Diese Entwicklung lässt sich kaum messen. Sie wird erst sichtbar, wenn junge Menschen beginnen, selbstständig zu handeln, Verantwortung zu übernehmen und ihren Platz in der Arbeitswelt zu finden.
Persönliche Entwicklung und fachliche Kompetenz wachsen gemeinsam
In der Berufsbildung werden fachliche und persönliche Entwicklung häufig getrennt betrachtet. Unsere Erfahrung zeigt jedoch ein anderes Bild. Beides entwickelt sich gemeinsam.
„Die grössten Fortschritte seiner persönlichen Entwicklung haben sich immer auch in seinen fachlichen Kompetenzen widerspiegelt.“
Michael Flammer, Berufsbildner bei Appisberg.
Diese Beobachtung erleben wir in unserer täglichen Arbeit immer wieder.
Fachliche Kompetenz entsteht nicht losgelöst von persönlicher Entwicklung. Je mehr junge Menschen Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten gewinnen, Verantwortung übernehmen und Herausforderungen bewältigen, desto sicherer entwickeln sie sich auch fachlich weiter. Berufliche Entwicklung ist deshalb weit mehr als Wissensvermittlung. Sie ist immer auch Persönlichkeitsentwicklung.
Was macht junge Menschen bereit für den ersten Arbeitsmarkt?
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber suchen heute weit mehr als fachlich qualifizierte Mitarbeitende. Gefragt sind Menschen, die Verantwortung übernehmen, mit Veränderungen umgehen können, im Team arbeiten und bereit sind, kontinuierlich weiterzulernen. Genau diese Kompetenzen entstehen nicht am Tag der Abschlussprüfung. Sie wachsen über Jahre hinweg – im Arbeitsalltag, in echten Aufgaben und im täglichen Miteinander. Deshalb verstehen wir Ausbildung nicht nur als Vermittlung eines Berufs. Wir verstehen sie als Entwicklungsprozess. Unser Ziel ist nicht allein ein erfolgreiches Qualifikationsverfahren. Unser Ziel ist, junge Menschen so zu begleiten, dass sie ihren Platz im ersten Arbeitsmarkt nachhaltig finden und sich dort weiterentwickeln können.

Lehrabschlüsse 2026 – Herzliche Gratulation!
- 13 Lernende haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.
- Durchschnittsnote: 5,0
- Fünf Lernende haben ihre Ausbildung bereits erfolgreich in Partnerbetrieben des ersten Arbeitsmarkts abgeschlossen – ein starkes Zeichen dafür, dass persönliche Entwicklung und fachliche Kompetenz gemeinsam den Weg in eine nachhaltige berufliche Zukunft ebnen.
Wir gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zu diesem bedeutenden Meilenstein!
Unser herzlicher Dank gilt allen Berufsbildner:innen, Arbeitsagog:innen, Coaches, Sozialpädagog:innen, Case Manager:innen, Lehrpersonen sowie allen weiteren Fachpersonen, die unsere Lernenden mit Fachkompetenz, Geduld und Vertrauen begleitet haben. Ebenso danken wir den Eltern, Angehörigen sowie unseren Partnerbetrieben, die diesen Weg mitgetragen und mitgestaltet haben.





